Archiv für Mai 2011
Scootertuning, zwischen Spaß und Wahnsinn
Vor allem bei jungen Leuten ist Scooter Tuning sehr beliebt. Solange das Hobby nicht zur Manie wird, ist daran auch nichts weiter auszusetzen, doch leider ist in manchen Fällen auch das Gegenteil der Fall. Wenn Sie merken, dass einer Ihrer Angehörigen oder Freunde dieser Manie verfallen ist, sollten Sie sich in einem ruhigen Gespräch mit ihm zusammensetzen und ihn an die Risiken und Gefahren, das ein Tuning mit sich bringen kann erinnern.
Schneller, schicker, besser, ist das Motto von vielen jungen Menschen, die gerade erst im Besitz eines Rollerführerscheins geworden sind. Als Familienmitglied, vor allem aber als Erziehungsberechtigter, haben Sie die Aufgabe darauf zu achten, dass der Sprössling dabei nicht aus dem Rahmen fällt. Auf eine entsprechende Schutzkleidung sollten Sie ebenfalls achten, denn auch bei Rollern und Scootern sind Motorradhelme als Schutz äußerste Pflicht. Gegen Schönheitsreparaturen und Veränderungen ist generell nichts einzuwenden. Anders sieht die Sache aus, wenn der Scooter so getunt wird, dass er eine höhere Geschwindigkeit hat. Selbst bei einem kleinen Unfall, ohne schwerwiegende Schäden, weigert sich jede Versicherung zu bezahlen, und das zu Recht. Denn eine Versicherung übernimmt nur die Schäden, die von dem Fahrzeug, das im Fahrzeugbrief beschrieben ist, verursacht wurde. Kommt man bei einem Unfall gar selbst zu schaden oder zieht andere Menschen in Mitleidenschaft ist der Ärger natürlich besonders groß.
Gerade bei schwerwiegenden Unfällen, bei dem vielleicht sogar jemand ums Leben kommt ist dieser Schaden nicht mehr gutzumachen. Man wird ein Leben lang durch ein schlechtes Gewissen belastet sein, zusätzlich hat man einen Berg an Schulden zu bezahlen. Darum ist es wichtig, dass man verantwortungsbewusst handelt, und auch beim Tunen daran denkt, es nicht zu übertreiben. Schließlich möchte man auch seiner Familie nicht wehtun. Wenn sich diese dann nur noch mit dem Thema auseinandersetzen kann, ob sie lieber Grabsteine aus Naturstein oder einen aus Marmor begutachten soll, ist niemandem geholfen. Hier gilt wie so oft: Lieber Vorsicht als Nachsicht.